Städtisches Orchester Schwaz
seit 1888

Joseph Horovitz

Jazz Concerto für Klavier, Streicher und Schlagwerk (1965)

Allegro - Slow Blues - Vivace

Solist: Fausto Quintabà (Klavier)

 

Joseph Horovitz (1926 - 2022)

Joseph Horovitz (1926 - 2022)

Joseph Horovitz war ein österreichischer Komponist, der nach der Flucht vor dem Nazi-Regime in Großbritannien lebte und wirkte. Er schuf mit seinem "Jazz Concerto"(1965) ein virtuoses Konzertstück für Cembalo oder Klavier mit Schlagzeug und Streichorchester. Darin kombinierte er auf raffinierte Weise typische Idiome der Barockmusik und Elemente des Jazz. Beide Stile sind charakterisiert durch treibende Basslinien (Basso Continuo bzw. Walking Bass) und improvisatorische Freiheiten. Wie bei einem Concerto Grosso kommuniziert der Solist (engmaschig unterstützt von Schlagzeug und Kontrabass wie in einem Jazz-Trio) - mit dem begleitenden Streicherensemble. Rhythmische Rafinesse, elegische Blues-Töne, kühne Jazzharmonik und mitreissende Themen verleihen dem Werk einen unwiderstehlichen Reiz. (Photo: British Music Society)

Fausto Quintabà (Klavier)

Fausto Quintabà (Klavier)

Fausto Quintabà, geboren 1977 in Palermo, erhielt Klavierunterricht bei dem Pianisten, Dirigenten und Komponisten Marcello Biondolillo am dortigen Konservatorium „Vincenzo Bellini“. Nach seiner Diplomprüfung mit Auszeichnung war er Preisträger bei diversen Kammermusikwettbewerben und besuchte regelmäßig Meisterklassen bei namhaften Pianisten wie Aquiles Delle Vigne u.a. Im März 2007 absolvierte er sein zweites Diplom im Konzertfach Klavier an der Universität Mozarteum Salzburg bei Prof. Claudius Tanski mit Auszeichnung. Immer öfter als Solist und Pianist für Kammer- und Neue Musik gefragt, konzertierte Fausto Quintabà in Österreich (ORF Salzburg und Innsbruck, Wien – Konzerthaus, Salzburg – Solitär – Großer Saal), Deutschland, Serbien, Kroatien, Belgien, Frankreich, Niederlande, Ungarn, Zimbabwe, Iran, Kolumbien und Italien. Er wirkte bei zahlreichen Uraufführungen mit und musizierte u.a. mit dem Piano meets percussion, dem Tiroler Symphonieorchester, dem Kammerorchester INNStrumenti, dem Tiroler Ensemble für Neue Musik, dem Österreichischen Ensemble für Neue Musik sowie mit dem Ensemble Acrobat, dessen künstlerischer Leiter er war. Im Juli 2005 und2006 spielte er im Rahmen der Eröffnung der Salzburger Festspiele. Als Korrepetitor arbeitete er mit Alois Brandhofer, Ulricke Sych, Claudia Visca u.a. und bei der Sommerakademie Mozarteum mit Peter Gülke und Bruno Weil zusammen. Als Solist trat Fausto Quintabà mehrmals mit Klavierkonzerten u.a. von Mozart, Beethoven, Hindemith, Schostakowitsch und Rachmaninow auf. Für die Labels Urania Records, Da Vinci Classics und Orlando Wien spielte er bereits mehrere CDs ein. Von 2011 bis 2021 war er Dirigent und künstlerischer Leiter des Orchester Telfs. Seit September 2008 ist er Korrepetitor am Landeskonservatorium Innsbruck und seit Oktober 2015 zusätzlich im Gesangsdepartment der Universität Mozarteum Salzburg. Fausto Quintabà lebt seit 2017 mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Schwaz. „Ich hatte das Glück und die Ehre, Joseph Horovitz persönlich kennen zu lernen. Nachdem ich seine Sonatine für Klarinette und Klavier aufgenommen hatte, entstand ein netter Briefwechsel zwischen uns. Er lud mich im Frühling 2012 zu einem Fünfuhr-Tee zu sich nach Hause in London ein. Es war ein sehr kurzweiliger Nachmittag, an dem wir über sein Leben am Theater und seine Musik sprachen. Sein Klavierkonzert hatte er mir zum Abschied geschenkt. Der Eindruck, den ich von ihm als Person gewinnen konnte, ist mir bis heute präsent und unvergessen: ein wahrer Gentleman mit Wiener Schmäh.“